Flüchtlinge und Sportvereine

Die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen stellt auch die Sportvereine rechtlich und organisatorisch vor neue Herausforderungen. Viele Sportvereine engagieren sich bereits mit unterschiedlichsten Aktionen bei der Integration von Flüchtlingen, andere zögern noch. Dies hat der Kreissportverband Pinneberg e.V. zum Anlass genommen, um in Kooperation mit der Jugendpflege des Kreises Pinneberg mit dem Projekt "Sport interkulturell" auf das Thema Flüchtlinge und organisierter Sport aufmerksam zu machen. Am Donnerstag,  dem 03.12.2015, haben sich Politik, Netzwerkpartner sowie 65 Vertreter aus 27 Sportvereinen beim Themenabend „Wege zur Integration von Flüchtlingen in die Sportvereine“ in der Kreisverwaltung in Elmshorn informiert und diskutiert. Nach der Begrüßung durch Sönke-Peter Hansen , Vorsitzender des Kreissportverbandes Pinneberg,  bestärkte Landrat Oliver Stolz die Vereine, sich weiter in der Integration von Flüchtlingen zu engagieren. Christoph Helms, Jugendamtsleitung/Fachdienstleitung hat die Situation des Jugendamtes beschrieben und über die minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge im Kreis Pinneberg berichtet. Zur rechtlichen und sozialen Situation von Flüchtlingen im Kreis Pinneberg konnte Judith Steeck vom Diakonieverein Migration aufklären. Die Maßnahmen des organisierten Sports für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein wurden von Karsten Lübbe, Programmleiter  Integration durch Sport des Landessportverbandes SH vorgestellt.Günter Quast, Dipl. Finanzwirt/Steuerberater FH wies auf die theoretische Problematik der steuerlichen Auswirkungen in Bezug auf die Gemeinnützigkeit hin. Die Geschäftsführer aus drei Vereinen Uwe Hönke, Geschäftsführer VfL Pinneberg, Frank Böhrens, Geschäftsführer Blau-Weiß 96 Schenefeld und Mark Müller, Geschäftsführer Elmshorner MTV haben einen Überlick über die interkulturelle Öffnung in den Vereinen, die Willkommenskultur und die bereits initiierten Programme und Angebote gegeben.        

Die komplette Präsentation zum Themenabend mit dem Programm und den Präsentationen der einzelnen Referenten finden Sie nachfolgend.

 

Erweiterte Richtlinien zur Förderung von integrativen Maßnahmen durch den LSV SH: Das Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes hat dem LSV weitere 200.000 EUR für Integrationsmaßnahmen im Jahr 2016 zur Verfügung gestellt. Aufgrund dieser zusätzlichen Mittel konnten die Richtlinien zur Förderung von integrativen Maßnahmen deutlich erweitert werden. So sind zukünftig alle Mitgliedsorganisationen im LSV antragsberechtigt und auch die Bezuschussung von Personalkosten von ehrenamtlich Engagierten, Übungsleitern sowie " Integrationslotsen" können bezuschusst werden.

Die aktualisierten Richtlinien und den Projektantrag Sport mit Flüchtlingen 2016 finden Sie hier.