KSV informiert zum Coronavirus: 10.06.2020-Gruppen von 10 Personen dürfen ohne Abstandsregeln auch Kontaktsport treiben!

+++10.06.2020 Neue FAQ des Landes zur Landesverordnung: Bis zu 10 Personen dürfen auch Kontaktsport ausüben. Gruppen von 10 Personen dürfen auch ohne das Einhalten der Abstandsregeln Sport ausüben. Auf die Sportart kommt es nicht an; auch kontaktintensive Sportarten wie Kampfsport können ausgeübt worden. Bei der Ausübung von Sport gilt das allgemeine Abstandsgebot aus § 2 Abs. 1 der Corona-Verordnung. Dabei gilt ebenfalls die Ausnahme nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, wonach der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen nicht eingehalten werden muss. Dies ist bei der Ausübung von Sport in einer Gruppe bis zu 10 Personen stets der Fall, weil sich die Personen zu einem privaten Zweck, nämlich der Ausübung von Sport, treffen.+++05.06.2020 Neue Landesverordnung erlaubt auch Schwimmsport +++02.06.2020 Webinare von KSV Kooperationspartner VVS Frankfurt mit Vereinsrechtsexperten Stefan Wagner und Finanzfachmann Jens Kesseler++++26.05.2020 Neues Schreiben des Bundesfinanzministeriums - Kurzarbeitergeld, Ehrenamtspauschale und Übungsleiterpauschale+++++25.05.2020 GEMA hält Vereinen teilweise den Rücken frei++++23.05.2020 DOSB Leitplanken wurden neu gefasst. Die 5 Personen Grenze ist weggefallen++

Die Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg vom 17.05.2020 als Auszug,  aufgrund des Erlasses des Landes vom gefertigt wurde und die den Kommunen schon vorliegt, ist hier zu finden:

II. Schule, Bildung
1. Das Betreten von allgemeinbildenden Schulen, Förderzentren, berufsbildenden Schulen, Ergänzungs- und Ersatzschulen sowie von Schulen und Einrichtungen der dänischen Minderheit ist untersagt. Schulische Veranstaltungen dürfen in diesen nicht durchgeführt werden.
2. Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind: r) Personen im Rahmen nicht schulischer Veranstaltungen, soweit der jeweilige Schulträger die Nutzung der Räume gestattet. Das sind also auch Sportvereine!!!

Schon seit der LVO vom 16.05.2020 war klar: Sportanlagen von Kommunen und eigene Anlagen konnten wieder für den Sport- und Trainingsbetrieb im Freizeit- und Breitensport zur Ausübung im Freien und in Sporthallen und Studios unter bestimmten Bedingungen genutzt werden. Für die Vereine sind nun alle Punkte in der neuen Verordnung vom 05.06.2020. klar geregelt. Die Anzahl der Aktiven wird durch die Größe einer Sportstätte geregelt. Eine Differenzierung nach Sportarten explizit nicht vorgenommen. Hygienekonzepte sind vorzuhalten. Entscheidend ist, dass bei der Ausübung ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht unterschritten wird. Eine Orientierung dafür, wie diese für Schleswig-Holstein geltende neue Regelung in der Praxis umgesetzt werden soll, bieten die Handlungsempfehlungen des DOSB (10 Leitplanken) sowie die durch die jeweiligen Spitzenverbände auf Bundesebene erarbeiteten und vom DOSB akzeptierten sportartspezifischen Übergangsregelungen. ACHTUNG!! Die DOSB Leitplanken wurden am 19.05.2020 reformiert und die 5 Personen Grenze bei Kleingruppen ist weggefallen.  Die Kapazität ergibt sich aus der Größe der Fläche unter Einhaltung von vorgeschriebenen Abständen und der Aufsichts- und Betreuungskapazität durch Übungsleiter.

Nachstehend der Auszug aus der Landesverordnung vom 05. Juni 2020 für die den Sport betreffenden Regelungen: (Den Sport betreffende Passagen sind gelb eingefärbt.)

Der LSV schreibt dazu folgendes: In dieser Verordnung sind insbesondere im § 11 weitere, den Sport betreffende Lockerungen enthalten. Hierin werden diverse Bezüge zu den §§ 2 bis 5 hergestellt, die für Teilbereiche zu berücksichtigen sind. Im Kern gibt es für den Vereinssport drei wesentliche Neuerungen: Sportwettkämpfe dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Beachtung der Regelungen, die für Veranstaltungen gelten – auch was die Anzahl der Teilnehmenden betrifft – wieder stattfinden.
Für offizielle Wettkämpfe werden eingeschränkt Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Schwimmbäder dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen.  Hier die den Sport betreffenden Regelungen (§ 11) sowie die entsprechenden Begründungen im Originalwortlaut:

§ 11 Sport

(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:

das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 gilt nicht;
bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten;
soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt; dies gilt nicht im Falle der Ausrichtung von Wettkämpfen nach Ziffer 5;
für Wettkämpfe gelten die Anforderungen der §§ 3 bis 5 entsprechend;
die Vorschriften aus § 3 Absatz 4 sind anzuwenden;
vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.

(2) Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher zu erheben.

(3) Für den Betrieb von Schwimm- Frei- und Spaßbädern gelten zusätzlich zu Absatz 1 und 2 der § 3 Absatz 4 und § 4 Absatz 1 entsprechend. Becken in geschlossenen Räumen, die nicht geeignet sind, Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken zu dienen, dürfen nicht genutzt werden.

(4) Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen von den Anforderungen aus den Absätzen 1 bis 3 unter der Voraussetzung zulassen, dass nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

(5) Für Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga gilt das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 nicht, wenn der ausrichtende Verein die Vorgaben des Konzepts der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH beachtet.

Begründungen zu § 11 (Sport)

Bei der Regelung von Sport war es notwendig, von den §§ 3 und 5 abweichende Regelungen zu treffen. Andernfalls würden die strengen Voraussetzungen für Veranstaltungen für sämtliche sportlichen Aktivitäten gelten, die als Veranstaltungen einzustufen sind. Die in § 5 normierten Voraussetzungen wie z.B. das Sitzplatzgebot passen nicht zu sportlichen Aktivitäten. § 11 regelt die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von sportlichen Anlagen. Zudem können sportliche Veranstaltungen (z.B. Training) durchgeführt werden. Wettkämpfe dürfen veranstaltet werden. Für diese gelten dann allerdings die Vorschriften für Veranstaltungen. Soweit Zuschauer den Wettkampf verfolgen, gelten auch für diese die §§ 3 bis 5 dieser Verordnung. Gemäß Nummer 1 ist das Abstandsgebot nach § 2 Absatz 1 bei der Sportausübung einzuhalten. Insofern gelten auch die dortigen Ausnahmen vom Abstandsgebot.

Bei Sportausübung in geschlossenen Räumen ist nach Absatz 2 ein Hygienekonzept zu erstellen. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen, was ggf. über die Anforderungen nach § 4 hinausgehende Präventionsmaßnahmen erfordert. Zum Beispiel kann bei besonders schweißtreibenden Sportarten (Cardiobereich im Fitnessstudio) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern angemessen sein. Zudem sind die Kontaktdaten zu erheben. Für beides gelten die besonderen Vorgaben nach § 4.

Neben öffentlichen Bade- und Schwimmstellen können auch Schwimm- und Freibäder unter den Voraussetzungen des Absatzes 3 geöffnet werden. Als Sportanlagen gelten für sie die Vorgaben der § 11 Absätze 1 und 2. Für Schwimm- und Freibäder gelten zusätzliche Regelung, um den Besonderheiten des Schwimmsportes und den veränderten Infektionsgefahren bei der Ausübung dieses Sportes gerecht zu werden. Auch für Freibäder ist daher ein Hygienekonzept zu erstellen.

In den Hygienekonzepten für Schwimm- und Freibäder ist insbesondere darauf zu achten, dass das Abstandsgebot in den Schwimmbecken eingehalten werden kann, z.B. durch Beschränkung der Personenanzahl je Becken in Abhängigkeit von der jeweiligen Beckengröße.

Zudem gelten in Schwimmbädern die Anforderungen für Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden. Diese dürfen mit einem gesonderten Hygienekonzept geöffnet werden. Saunen, Whirlpools und vergleichbare Einrichtungen dürfen unter den Einschränkungen des § 3 Absatz 4 Satz 3 genutzt werden; also einzeln oder durch Angehörige eines Haushaltes.

Es dürfen nur Becken genutzt werden, die zum Schwimmen zu Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken geeignet sind. Dies umfasst zum Beispiel in Bahnen eingeteilte Schwimmbecken mit einer Länge von 25 oder 50 Metern, Nichtschwimmer – und Babybecken. Als Therapiebecken zählen zum Beispiel Sole- oder Thermalbecken. Die Einschränkung der Becken dient dazu, reine Spaßbecken von der Nutzung auszunehmen.

Eine Differenzierung nach Schwimmbecken ist gerechtfertigt, da in reinen Freizeitbecken die Interaktionen zwischen Besuchern häufig unkoordiniert ablaufen. Zudem besitzen solche Becken meistens eine geringe Wassertiefe, so dass sich die Besucher sich in engen Kontakten nebeneinanderstehend aufhalten. Während des Schwimmens in normalen Schwimmbecken ist die Infektionsgefahr hingegen geringer. Bei der Schwimmausbildung und an Nichtschwimmerbecken kann durch Ausbildungspersonal und Schwimmbadpersonal auf die Einhaltung des Abstandsgebotes geachtet werden.

Es kommt dabei nicht darauf an, wie die geöffneten Becken konkret genutzt werden. In den geöffneten Becken darf also nicht nur Sportschwimmen und Schwimmausbildung stattfinden. Zulässig ist die Nutzung des Schwimmbeckens im üblichen Rahmen.

Verfügt ein Schwimm- oder Freibad sowohl über normale als auch über reine Freizeitbecken, dürfen nur die normalen Schwimmbecken geöffnet werden. Andere Einrichtungen, insbesondere Wasserattraktionen, dürfen entweder nur unter den engen Voraussetzungen von § 3 Absatz 4 Satz 3 geöffnet werden, wenn es sich um Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen handelt, oder sie können nicht genutzt werden.

Gastronomische Angebote dürfen unter den Voraussetzungen von § 7 geöffnet werden.

Absatz 4 regelt die schon bisher bestehende Ausnahmemöglichkeit für bestimmte Sportler.

Absatz 5 regelt eine Ausnahme, um den Spielbetrieb des Profifußballs zu ermöglichen.

Die FAQ des Ministeriums gibt´s hier.

Verantwortlich für++++24.03.2020 13:00 GEMA setzt Zahlungen aus - Auch keine GEMA für virtuellen Sport via Internet+++

(kat)+++Aktuell 24.03.2020 Neues pdf. zum Thema "Mitgliedsbeiträge" auf dieser Seite. Mit freundlicher Genehmigung der Geschäftsführerin des Freiburger Kreises, der Arbeitsgemeinschaft größerer deutsche Sportvereine,  Doris Büttner, hat der KSV unten in den Downloadbereich eine Ausarbeitung der Kanzlei für Steuern und Recht, Lienig, Lienig-Haller" eingestellt. Sie gibt Hilfestellung zu dem Thema. Die neuesten Erlasse und Verfügungen finden Sie weiter unten auf der Seite bzw. über die Links. Der Landessportverband SH hat eine  FAQ Liste auf seiner Homepage erstellt.

Viele Vereine haben hauptamtliche Mitarbeiter. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine ebenfalls interessante FAQ Liste aufgebaut.

Vorbildliche Informationen hat der große Dachverband der Jugendorganisationen, der Landesjugendring SH auf seinen Seiten. Hier geht es auch um die Themen "Corona und Jugendarbeit in SH, Infos zu Veranstaltungen, Kosten usw."

Bitte informieren Sie Ihre Funktionsträger und Mitglieder. Nachstehende Links geben wir den Usern unserer Website und somit unseren Vereinen und Verbänden zur  Kenntnis. Klicken Sie einfach auf den Namen. Die Informationen werden dort laufend aktualisiert. Verfolgen Sie am besten auch die örtliche Presse oder wenden Sie sich gern an den Fachdienst Gesundheit des Kreises Pinneberg. Der Kreis Pinneberg hat ein Bürgertelefon für Nachfragen geschaltet, dieses ist  täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr, freitags bis 14:00 Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 04121/ 4502-5000.

Kreis Pinneberg

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (Gesundheitsministerium)

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Landesjugendring Schleswig-Holstein

Robert Koch-Institut (RKI)

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

Landessportverband Schleswig-Holstein

Hamburger Sportbund (HSB)

Infektionsschutz.de

Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf.

 

 

 

Datum: 
08.06.2020
Weitere Informationen finden Sie hier: 
Landesverordnung 05.06.2020 Sport gelb gefärbt
Landesverordnung 05.06.2020 Sport gelb gefärbt
Brief des Ministerpräsidenten zu Corona 14.03.2020
Brief des Ministerpräsidenten zu Corona 14.03.2020
Hilfestellung Corona und Mitgliedsbeiträge, Rückforderungen etc. 20032020
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Appell LSV Präsident 20.03.2020
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10 DOSB Leitplanken reformiert am 19.05.2020, Wegfall der 5 Personen Grenze
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GEMA und virtuelle Trainingsangebote 25.05.2020
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